Für mich ist dieser Beitrag etwas Besonderes, denn es ist mein erster 12 von 12. Ich wollte diese Blogtradition schon lange ausprobieren und habe mich nun einfach getraut, meinen ganz normalen Alltag festzuhalten. Ohne Anspruch auf Besonderheit, sondern als Momentaufnahme eines Januartages, wie er eben war.
12 von 12 ist eine kleine Blogtradition, bei der am 12. eines Monats der Tag in zwölf Bildern festgehalten wird. Ohne Perfektion, ohne große Inszenierung, sondern so, wie er wirklich war. Die Idee stammt ursprünglich von Draußen nur Kännchen und lebt davon, Alltägliches sichtbar zu machen und dem eigenen Alltag für einen Moment bewusster Aufmerksamkeit zu schenken.
Der Januar zeigte sich heute von seiner ruhigen Seite. Glatteis legte unseren Alltag lahm, mein Sohn musste nicht in die Schule und ich konnte dadurch auch zu Hause bleiben. Es gab keinen Stress, keinen Zeitdruck, stattdessen konnte ich ausschlafen, ein langes Frühstück genießen und hatte Zeit für Dinge, die ich sonst erst abends hätte erledigen können. Die gewonnene Zeit nutzte ich, um meinen neuen Blogartikel zu bewerben, einen Therapieplan zu schreiben und die ungeliebte Buchhaltung zu erledigen.
Die Katzen waren vom Wetter mindestens genauso wenig begeistert wie wir. Sie verbrachten den Tag lieber eingerollt und beobachtend als aktiv und machten sehr deutlich, dass sie gerade keinen Schritt nach draußen setzen wollten. Es war einer dieser Tage, die automatisch entschleunigten, ohne sich schwer oder unangenehm anzufühlen. Am Abend endete der Tag mit einem Online-Meeting mit Kolleginnen, ehrlichem Austausch und dem guten Gefühl, mit Gedanken, Fragen und Erfahrungen nicht allein zu sein. Genau davon erzählen diese zwölf Bilder dieses stillen Januartages.

Ich war über diese Meldung sehr froh. Den ganzen Sonntag hatte ich schon die Warnung vor extremer Glätte für Montag-Morgen gesehen. Da hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, da ich selbst nicht gerne Auto fahre, wenn es glatt sein könnte. Ich hatte vor einigen Jahren einen Unfall direkt vor mir mitbekommen, als ein Bus auf die Gegenfahrbahn rutschte und dann frontal in das entgegenkommende Auto krachte. Das vergesse ich so schnell nicht mehr.
Ich war also über die Nachricht sehr glücklich, dass mein Sohn nicht zur Schule konnte, so dass ich auch zu Hause bleiben konnte.









Die Katzen zeigen heute sehr deutlich, was sie vom Winter halten. Keiner möchte nach draußen, selbst kurze Ausflüge werden abgebrochen und lieber wird sich wieder ins Warme zurückgezogen. Ich merke jedes Jahr aufs Neue, wie belastend diese Jahreszeit für sie ist, wie viel Bewegung, Abwechslung und Reize fehlen und wie sehr sich das auf ihre Stimmung auswirkt.


Am Abend stand dann noch ein Online-Meeting mit Kolleginnen an. Es war kein formeller Termin, sondern ein offener Raum für ehrlichen Austausch, fachliche Diskussionen und persönliche Erfahrungen aus dem Beratungsalltag. Genau diese Gespräche sind es, die daran erinnern, wie wertvoll kollegiale Vernetzung gerade in einem oft sehr individuellen Arbeitsfeld ist.
Am Ende bleibt das Gefühl, dass dieser Tag genau richtig so war. Ruhig, ungeplant entschleunigt und trotzdem erfüllt von kleinen, sinnvollen Momenten. Kein spektakulärer Januar-Montag, aber einer, der gut getan hat und der zeigt, wie viel Wert selbst in einem scheinbar unspektakulären Tag stecken kann, wenn man ihm Raum lässt.



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